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Umgangs- und Sorgerechts-Blog
Sina Töpfer berichtet: Vorbereitung und Begleitung bei der Erstellung eines Sachverständigengutachtens

Sina Töpfer berichtet: Vorbereitung und Begleitung bei der Erstellung eines Sachverständigengutachtens

Svenja Auerswald

// Frau Sina Töpfer ist systemische Familienberaterin und unterstützt unsere Mandant_innen in allen Bereichen die Begleitung, Kommunikation und Moderation mit Dritten betreffen. Also immer dann, wenn jemand von Nöten ist, der den Fallhintergrund kennt und auf Beziehungsebene arbeitet, damit Kommunikation möglich wird und bleibt. Heute berichtet Sie von Ihrer Arbeit bei der Vorbereitung und Begleitung unserer Mandant_innen rund um die Erstellung von Sachverständigengutachten //

Meine Gesprächspartnerin im nachfolgenden Interview habe ich anonymisiert und einige Details ihrer Geschichte bewusst verändert. Die wesentlichen Fakten, die wichtig für Sie, liebe_r Leser_in sind, um zu verstehen, was bei der Erstellung eines Gutachtens zu bestimmten Fragestellungen auf Sie zukommen kann, sind tatsächlich so passiert.

Carola Heinke, Mutter von 4 Kindern lebt in Niedersachsen. Sie hat sich vor zwei Jahren von dem Vater ihrer Kinder getrennt. Viele Erlebnisse während der Ehe waren sowohl für die Mutter als auch für die Kinder traumatisch.

In einem Umgangsverfahren wurde die Erstellung eines psychologischen Gutachtens in Auftrag gegeben. Die Frage, die dieses Gutachten klären sollte, lautete:

„Es soll Beweis erhoben werden durch Einholen eines familienpsychologischen Sachverständigengutachtens darüber, welche Umgangsregelung – eine Umgangsregelung stellt auch der Ausschluss von Umgang dar – zur bestmöglichen Wahrung des Wohles der Kinder angezeigt ist.“

Frau Heinke, was ging Ihnen damals durch den Kopf, als feststand, dass Sie sich mit einem Psychologen zu der obigen Frage unterhalten müssen?

„Ich hatte Angst. Aufgrund der bisherigen sehr schlechten Erfahrungen mit allen Beteiligten in dem familiengerichtlichen Verfahren, war ich sehr verunsichert. Hatte Angst, dass auch hier Tatsachen verdreht werden und die Kinder nicht gesehen werden. Ich hatte Angst etwas falsch zu machen, meinen Kindern womöglich zu schaden.“

Als der Termin mit dem Gutachter stand, habe ich Frau Heinke in Abstimmung mit Herrn Bergmann auf dieses Gutachten vorbereitet. Wir haben einen gemeinsamen Roten Faden entwickelt, der in vier Schritten unterteilt war:

– Gemeinsames Gespräch zwischen Frau Heinke, Herrn Bergmann und mir um noch einmal auf der Meta-Ebene zu klären, worum es geht.

Dieser Schritt dient der reibungslosen und transparenten Mandatsarbeit zwischen den Beteiligten.

– Video-Besprechung zwischen Frau Heinke und mir

Dieser 2. Schritt ist der zeitintensivste. Wir haben in diesem Fall 4 Stunden zusammengesessen. Ich bin die unterschiedlichsten Fragen zur Biographie, Historie der Ehe, Schlüsselsituationen und Wendepunkte sowie der aktuellen Situation mit Frau Heinke durchgegangen. Erfahrungsgemäß ist dieser Schritt für meine Klienten der anstrengendste Teil und gleichzeitig der, der das eigentliche Sachverständigengutachten auf den Punkt vorbereitet.

– Video-Besprechung zwischen Frau Heinke und mir, Teil 2

Zwischen der ersten Video-Besprechung und der zweiten sackt es erfahrungsgemäß nach; häufig entstehen hier Fragen, die noch geklärt werden müssen.

– Gutachten-Termin

Ich begleite zu einem Gutachten-Termin, wenn Sie das wünschen. Dies geht mit einer größeren Sicherheit für Sie einher. Inhaltlich bin ich Beobachterin und gedankliche Protokollschreiberin. In jedem Fall kann ich Ihnen nach diesem Termin einen Eindruck vermitteln, wie ich diesen wahrgenommen habe. Häufig zeichnet sich in diesen Terminen bereits eine Tendenz ab.

Das Sachverständigengutachten in diesem Fall ist vollkommen im Sinne der Kinder ausgefallen. Gott sei Dank, denn damit kehrt endlich Ruhe in diesen Fünfer-Haushalt ein.

Frau Heinke, losgelöst vom Ergebnis, weshalb denken Sie, dass Ihnen meine Begleitung bei der Erstellung des Gutachtens, eine Unterstützung war?

„Ich denke die Begleitung war sehr sinnvoll. Natürlich ist man trotzdem aufgeregt, aber ohne die Vorbereitung wäre es sicherlich deutlich mehr gewesen. Man konnte für sich gut strukturiert und vorbereitet in den Termin gehen. Auch während des Termins hat mir Ihre Anwesenheit sehr viel Sicherheit gegeben. Ich wusste, dass der Gutachter nicht, wie einige andere Prozessbeteiligte, nachdem Gespräch die Tatschen verdrehen konnte oder schlicht und ergreifend lügen konnte, da Sie sofort nach dem Termin ein Protokoll gefertigt haben, welches ich am selben Abend zum Ergänzen bekam.“

von Sina Töpfer

Falls Sie zum Thema Sachverständigengutachten mehr Informationen wünschen, oder spezielle Fragen in Ihrer eigenen Angelegenheit haben, nehmen Sie Kontakt zu uns auf.  Wir vermitteln gerne Ihren Erstkontakt zu Sina Töpfer.