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Umgangs- und Sorgerechts-Blog

Superman rettet Kinder

Daniela Rittgarn

Mein Sohn ist jetzt fast 2,5 Jahre alt und Superman ist sein Held. In der Regel halte ich ihn fern von Handys, Fernsehern (bis auf die Disney-Familien-Stunde jeden Sonntag), Tablets & Co. Ich muss jedoch gestehen, dass er mich doch erwischt hat beim scrollen in meiner facebook-timeline und einen Blick auf ein bearbeitetes Foto aus einem Kriegsgebiet erhascht hat.

Das Bild, von dem ich spreche ist ein Foto, das zeigt, wie ein Soldat – zwei Kinder unter den Armen – von einem öffentlichen Platz rennt. Weitere Soldaten sind am Rand des Fotos verteilt aufgestellt und zielen mit Waffen in die Richtung, aus der die drei kommen. In dem bearbeiteten Bild ist der „Retter“ als Superman dargestellt. Unten am Bildrand kniet Batman mit einem Maschinengewehr. Links in der Ecke duckt sich Spiderman und im Hintergrund kämpft Capt’n America gegen heranfliegende Geschosse. Mein Sohn ist fasziniert.

In seiner Welt rettet Superman Kinder – dafür ist er schließlich da, Batman spielt mit einem Kran (das Maschinengewehr im Bild), Spiderman versteckt sich und Capt’n America sucht „Spidey“. Die Interpretation dieses Bildes durch einen 2-Jährigen hat mich ehrlich gesagt getroffen.

Für unsere Kinder sind solche Bilder (jedenfalls wenn Sie so verändert werden) harmlos. Sie kennen das ganze Übel auf dieser Welt noch nicht. Sie sehen, wie Batman, Spiderman und Capt’n America miteinander spielen während Superman seinen Job macht.

Mittlerweile rückt diese Welt von dem Foto immer näher. Und ich bekomme Angst. Täglich unterhalten sich mein Mann und ich über unsere Zukunft und die Zukunft unseres Kindes. Was kommt noch auf uns zu? Wo befinden wir uns gerade. Die Medien überhäufen einen mit Schreckensbildern aller Art. Ich hoffe, mein Sohn kann seine heile Superhelden-Welt noch etwas länger bewahren.